Private Krankenversicherung und Versicherungsvergleiche – Kritik von Verbrauchern
Die passende Private Krankenversicherung auszuwählen ist kein leichtes Unterfangen – daher haben Versicherungsvergleiche für zahlreiche Verbraucher eine hohe Bedeutung. Allerdings zeigen Studien, dass es auch zahlreiche Kritiker gibt.
Bei einem Versicherungsvergleich werden Angebote verschiedener Versicherer miteinander verglichen. Ziel ist eine Übersicht über diverse Tarife und Leistungen, die verschiedene Anbieter zu einer bestimmten Versicherungsform bieten, beispielsweise zur Privaten Krankenversicherung. Die Bedeutung von Versicherungsvergleichen in Verbindung mit der Privaten Krankenversicherung ist immer wieder in der Diskussion. Verbraucher fragen sich oftmals, ob solche Versicherungsvergleiche wirklich unabhängig sind. Wie fällt also das Urteil der Bevölkerung aus?
Bedeutung von Vergleichen bei der Wahl einer privaten Krankenversicherung
Wie eine repräsentative Emnid-Befragung zeigt, sind für 45 Prozent der 1244 befragten Verbraucher Versicherungsvergleiche von großer bis sehr großer Bedeutung. Dagegen sind sie für 49 Prozent von geringer bzw. keiner Bedeutung. Interessanterweise ist besonders für die Befürworter von Vergleichen die persönliche Empfehlung durch einen Versicherungsvermittler entscheidender: Von denen, für die ein Versicherungsvergleich von hoher Bedeutung ist, geben 52 Prozent an, den Rat ihres Vermittlers für wichtiger zu halten.
Werden Versicherungsvergleiche nach objektiven Regeln erstellt?
Auf die Frage, ob Vergleiche für die Private Krankenversicherung nach objektiven Regeln erstellt werden, meinten 41 Prozent, dies sei der Fall. 50 Prozent der Befragten sind gegenteiliger Ansicht. 12 Prozent der Verbraucher geben an, Kenntnis über diese Regeln zu haben – allerdings existieren in Wirklichkeit keine allgemein gültigen Regeln.
Insgesamt steht die Mehrheit der Befragten Versicherungsvergleichen eher skeptisch gegenüber. Viele sehen diese als Mittel, die Auflage von Medien wie z.B. Zeitschriften zu steigern. Nur 43 Prozent können sich mit den Bedürfnissen, die den Vergleichen zugrunde gelegt werden, identifizieren.