Raubschnecken für das Aquarium
Nicht nur im Garten, auch im Aquarium kann die Zahl der Schnecken ungeahnte Ausmaße annehmen. Die Verbreitung kleinerer Schnecken wie Posthorn- oder Blasenschnecken lässt sich sehr gut mit dem Einsetzen von Raubschnecken bzw. Raub-Turmdeckelschnecken im Aquarium eindämmen.
Die Haltung der Raubschnecke, die sich des schönen lateinischen Namens Anentome helena erfreut, ist unkompliziert und stellt auch Anfänger-Aquarianer vor keine großen Herausforderungen. Die Süßwasserschnecke ernährt sich hauptsächlich von Kleinschnecken, frisst aber auch Tabletten- und Granulatfutter, wenn es keine lebenden Schnecken zu verspeisen gibt. Für das Aquarium ist Anentome helena auch optisch eine Bereicherung. Die getrennt geschlechtlichen Tiere werden maximal zwei Zentimeter lang und haben oft ein attraktives gelb-schwarzes Gehäuse.
Mit vorhandenen Aquariumsfischen und auch mit kleinen Garnelen hat die Schnecke in der Regel keine Probleme. Voraussetzung für ein erfolgreiches Zusammenleben ist nur, dass die Fische friedliebende Vertreter ihrer Spezies sind und die Schnecke nicht permanent belästigen. Als optimale Wasserwerte werden von Experten Temperaturen im Bereich von zwanzig bis fünfundzwanzig Grad Celsius angegeben, der pH-Wert sollte 6,5 bis 7,8 betragen. Zwar verträgt die Schnecke hartes wie weiches Wasser, jedoch zeigt die Praxis, dass sich das Schneckengehäuse in sehr weichem Wasser weniger gut aufbaut als in hartem Wasser. Ungefähr wöchentlich sollte das Wasser gewechselt werden.