Giftpilze: der Satanspilz

Der Satanspilz oder Satansröhrling ist ein in den meisten Regionen Deutschlands eher selten vorkommender Giftpilz. Hauptsächlich im Süden des Landes ist er verbreitet, jedoch kann er gelegentlich auch in nördlicheren Gegenden auftauchen. Er bevorzugt kalkhaltige Böden und findet sich am häufigsten in Laubwäldern. Pilzsammler können ihn mit essbaren Pilzen verwechseln wie dem Steinpilz oder dem Hexenröhrling.

Satanspilze werden relativ groß. So wird ihr gedrungener Stiel bis zu zwölf Zentimetern lang, der Hut kann einen Durchmesser von fünfundzwanzig Zentimetern erreichen. Die Besonderheit beim Satansröhrling besteht darin, dass der Stiel oft breiter als lang ist, bei jungen Pilzen ist er nahezu kugelig. Der Stiel ist gelblich gefärbt, dabei aber von einem roten, teils blutroten Netz überzogen. Der Hut ist zunächst grauweiß, später weist er eine lederfarbene bis grünliche Färbung auf.

Wie viele andere Pilze kann man den Satansröhrling im Spätsommer und Frühherbst – hauptsächlich von Juli bis September – im Wald finden. Der Verzehr des Pilzes führt innerhalb einer Viertelstunde bis zu vier Stunden zu starken Magen-/Darmbeschwerden. Vergiftungen mit Todesfolge sind bislang nicht bekannt geworden. Um Verwechslungen mit essbaren Pilzen auszuschließen, sollten Pilzsammler Pilze, die sie nicht kennen, von Sachverständigen, zum Beispiel in Pilzberatungsstellen, bestimmen lassen. Dabei ist es ratsam, nicht nur ein Exemplar, sondern nach Möglichkeit mehrere Pilze von unterschiedlicher Größe mitzubringen. Experten raten außerdem, die Pilze nicht mit einem Messer abzuschneiden, sondern sie mit ihrem Wurzelgeflecht vorzustellen.


Dieser Fachartikel passt thematisch zu Giftpilze, Hexenröhrling, Pilzberatungsstellen, Pilze, Satanspilz, Satansröhrling, Steinpilz, Verwechslungen mit essbaren Pilzen.
44 queries in 0,528 seconds
nach oben