Schnecken im Garten ökologisch bekämpfen
Eine Schneckeninvasion im Garten ist für viele Gärtner eine echte Horrorvision. Die gefräßigen Gastropoden machen sich mit Vorliebe über zarte Salatpflanzen her, verschmähen aber durchaus auch andere Pflanzen, insbesondere Gemüse, nicht. Massenhaft auftretende Schnecken können die Ernte im Kleingarten regelrecht vernichten. Deswegen bemühen sich Gärtner – oft vergeblich – den Schnecken Einhalt zu gebieten.
In ihrer Not greifen viele zu chemischen Vernichtungsmitteln, die natürlich auch ihre Tücken haben und andere Tiere gefährden können. Eine bessere Alternative sind ökologische Methoden zur Schneckenbekämpfung. Als biologisches Schneckenbekämpfungsmittel gewinnt Koffein zunehmend an Bedeutung. Werden Pflanzen mit Koffein besprüht, kann dies Schnecken von ihnen fernhalten. Als mechanische Waffe hat sich der Schneckenzaun bewährt. Der Zaun schützt die Pflanzen gut vor Schneckenbefall. Mühsam ist es dagegen, regelmäßig die Schnecken von Hand abzusammeln. Sind Schnecken sehr zahlreich im Garten vertreten, kann diese Tätigkeit viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Schnecken mit Bier in Schneckenfallen zu locken, hat meist eher gegenteilige Wirkung, da die Schnecken damit noch von weither angelockt werden und sich auf ihrem Weg zur Bierfalle reichlich am Salat sattfressen.
Wer sich professionelle Unterstützung holen möchte, sollte sich nach Nützlingen umschauen, bei denen Schnecken ganz oben auf der Speisekarte stehen. Igel verspeisen die schleimigen Tiere mit Vorliebe. Um Igel im Garten zu halten, empfiehlt es sich Hecken und Laub- und Reisighaufen anzulegen, die den Vierbeinern Unterschlupf gewähren. Erfolg versprechend ist ebenso die Anschaffung indischer Laufenten. Sie vertilgen große Mengen an Schnecken, müssen jedoch artgerecht gehalten werden, auch wenn es sich bei ihnen um eher anspruchslose Haustiere handelt.