Setzkartoffeln für den Anbau im eigenen Garten
Viele Gartenbesitzer bauen inzwischen wieder ihre eigenen Kartoffeln an. Das macht zwar Arbeit, dafür können sie sich zur Erntezeit aber über frische und besonders wohlschmeckende Kartoffeln freuen. Der persönliche Geschmack entscheidet, welche der zahllosen Pflanzkartoffelsorten im Frühling in die heimische Erde gebracht wird. Wer bereits zeitig im Jahr ernten möchte, kann Frühkartoffeln anpflanzen.
Da Kartoffeln frostempfindlich sind, sollte der Pflanztermin zwischen März und Mai liegen, wenn der Boden gut abgetrocknet und konstant über den Gefrierpunkt erwärmt ist. Um einen Wachstumsvorsprung zu erreichen, hat sich ein kleiner Trick bewährt. Bereits einige Wochen vor dem Pflanzen werden die Setzkartoffeln einfach in Kisten gelegt und an einem verhältnismäßig warmen und hellen Ort aufbewahrt. Die so genannten Augen der Kartoffeln müssen nach oben zeigen. Dadurch bilden sich an diesen Stellen lange und grüne Keime.
Schon im Herbst wird der Boden vorbereitet, indem man Kompost oder Mist einbringt. In den so vorbereiteten, gut aufgelockerten Boden legt man die Saatkartoffeln ungefähr drei bis sieben Zentimeter tief in den Boden. Die Abstände in der Reihe betragen circa dreißig Zentimeter und zwischen den Reihen sechzig bis siebzig Zentimeter. Zeigen die Pflanzen Triebe von maximal zwanzig Zentimetern, wird Erde angehäufelt, so dass nur noch die oberen Blätter zu sehen sind. So gelangt kein Licht an die Kartoffeln und auch der Kartoffelfäule wird vorgebeugt. Entsprechend den Witterungsverhältnissen, dem jeweiligen Pflanzzeitpunkt und der gepflanzten Kartoffelsorte kann bereits von Juli bis in den Oktober hinein geerntet werden.