Singles sind nicht nur zu beneiden

Man glaubt es kaum, aber warum sollte man den Statistikern nicht Glauben schenken: alleine in der Bundesrepublik Deutschland  gibt es ca. 15 Millionen Menschen, die auf der Suche nach einem Partner sind. Da wir mit Hilfe unserer modernen Kommunikationstechnik grenzüberschreitende Kontakte knüpfen können, kommen alleine im deutschsprachigen Raum (Schweiz; Österreich) noch Millionen im einstelligen Bereich an Frauen und Männer hinzu, die auf Partnersuche sind. Spinnt man diesen Gedanken  weiter und begibt sich in den Bereich des „world wide web“,  ist die Zahl der Kontaktsuchenden gigantisch, aber jederzeit über das Internet erreichbar.

Der Singlestatus kann ganz unterschiedliche Ursachen und Motive haben. Es gibt darüber Untersuchungen unterschiedlichster Fachrichtungen: Psychologen, Soziologen, Zukunftsforscher und natürlich auch Politiker haben sich so ihre Gedanken gemacht. Ganz grob sind zwei Gruppierungen zu benennen. Viele Singles leben alleine in Ein-Personenhaushalten, weil sie auf Grund trauriger und tragischer Ereignisse in ihrer bisherigen Partnerschaft  diese neue Lebensform einfach so hinnehmen mussten. Die zweite, weitaus größere Gruppe besteht aus Frauen und Männern, die diese Lebensform freiwillig gewählt haben. Gerade in den Großstädten  wird die Zahl in den nächsten Jahren noch steigen,  tradierte Werte verlieren zusehends an Bedeutung,  immer mehr Frauen werden diese Lebensform wählen.

Noch vor einigen Generationen war diese Entwicklung  für das weibliche Geschlecht nicht abzusehen, schien sogar unmöglich zu sein, denn nur die Ehe garantierte der Frau soziale und wirtschaftliche Absicherung. Ende der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts (erst vor  40-50 Jahren) befreite die Emanzipation die Frau aus ihrer religiösen, wirtschaftlichen und vor allem sexuellen Unterdrückung. Einher damit ging die Chance des Zugangs zu höherer Bildung für sie. Der Mann hatte an Bedeutung verloren, er war nicht mehr das Maß aller Dinge.

Hatte es je zuvor in der Geschichte der Menschheit eine derartige revolutionäre Umwälzung gegeben?
Verständlich, dass diese Veränderung auch Auswirkungen haben musste auf das überlieferte Modell der Beziehung zwischen Frau und Mann. Wenn Frau also nicht mehr warten musste, bis der Garant für ihre soziale Sicherheit in Gestalt eines Mannes  auftauchte, hatte das auch Folgen für das Leben des männlichen Geschlechts. Immer mehr Singles in der modernen Gesellschaft sind zu zählen.

Fazit: Das Alleinsein ohne Sorge für andere Menschen mag das Leben in vielen Phasen erleichtern, aber Frau und Mann als soziale Wesen sind auf Kontakte zu anderen Menschen angelegt, das macht erst das Menschsein aus.

Viele Singles sind zu dieser Kontaktaufnahme aber nicht mehr fähig, die Gründe dafür können vielschichtig sein. Warum nicht die Möglichkeiten modernster Kommunikationstechnik in Anspruch nehmen. Das Internet bietet eine großartige Möglichkeit der Partnersuche mittels Singlebörsen. Im Forum oder im Chat kann man Gleichgesinnte treffen, virtuelle Kontaktanzeigen machen bei dieser gigantischen Zahl von Alleinstehenden die Suche sicherlich erfolgreich.


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