Sonnenschutz – Natur statt Chemie
Auch beim Sonnenschutz ist es möglich ganz auf Natur zu setzen, denn die Natur bietet uns eine Vielzahl hochverträglicher mineralischer Lichtschutzfilter. Aber worin besteht der Unterschied zwischen den am Markt gängigen Sonnenschutzprodukten?
Die in den meisten Sonnenschutzmitteln verwendeten UV-Filter sind auf chemischer Basis. Diese können jedoch zu Hautunverträglichkeiten und Hautirritationen führen, wie zum Beispiel der sogenannten Mallorca-Akne. Gerade Menschen mit empfindlicher Haut und Kinder sollten darauf verzichten ihre Haut einem Chemiecocktail auszusetzen. Denn es gibt eine gesunde Alternative: "Mineralische Lichtschutzfilter". Diese natürlichen Lichtschutzfilter sind gut verträglich und sicher, denn sie reflektieren und absorbieren das Sonnenlicht wie ein Spiegel. Durch zusätzliche natürliche Radikalenfänger (Antioxidantien) wie Vitamin C + E oder Rosmarinextrakt wird die Haut vor lichtbedingten Schäden und vorzeitiger Alterung geschützt. Ein weiterer Vorteil der mineralischen Filter ist die sofortige Wirksamkeit: Gleich nach dem Auftragen ist die Haut geschützt, während chemische Filter erst nach 30 Minuten wirken.
Für die mineralischen Filter gelten die gleichen Lichtschutzfaktoren (LSF) wie für chemische Filter. Aber was genau bedeutet die Zahl des LSF? Jeder Mensch hat eine individuelle Eigenschutzzeit der Haut. Dabei kommt es auf den Hauttyp an: Ist man eher ein hellhäutiger blonder Typ, beträgt die Eigenschutzzeit der Haut bestenfalls 10 Minuten. Bei sehr dunkelhaarigen Menschen mit dunklen Augen kann die Eigenschutzzeit bei 40 Minuten liegen. Wenn man nun die Eigenschutzzeit der Haut mit dem angegebenen Lichtschutzfaktor multipliziert, erhält man die Zeit, in der man sich in der Sonnen aufhalten kann ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. Beispiel: Beträgt die Eigenschutzzeit der Haut 5 Minuten und verwendet man ein Sonnenschutzmittel mit LSF 10, kann man sich 50 Minuten in der Sonne aufhalten.
Aber Achtung: Diese Rechnung gilt für den UV-Index in unseren Breiten. In den Bergen beispielsweise ist die UV-Strahlung und damit auch der UV-Index höher.
Für Kinder, die eine empfindlichere Haut als Erwachsene haben, sollte nach wie vor die Sonnendosis auf ein Minimum beschränkt werden. Verbringt man seine Ferien am Meer, lässt es sich jedoch kaum vermeiden, dass die Kinder am oder im Wasser in praller Sonne spielen. Daher sollten Kinder nicht nur mit einem guten Sonnenschutzprodukt großzügig eingecremt werden, sondern immer auch einen Hut und T-Shirt tragen.
Nicht nur unsere Haut, sondern auch unsere Gewässer leiden unter den chemischen UV-Filtern. Kein Wunder, wenn man sich überlegt, wie viele eingecremte Menschen sich in die Fluten stürzen. Oft hinterläßt dabei jeder einzelne eine richtiggehende Ölspur. So wurde in vielen Fischen bereits eine hohe Konzentration chemischer UV-Filter nachgewiesen, die durch die Nahrungskette wieder in unseren Körper gelangen.
Chemische Filter dringen durch die Haut in den Körper ein, daher sollten besonders auch schwangere oder stillende Frauen besser auf natürliche Lichtschutzfilter achten. Mineralische Filter dagegen bleiben auf der Hautoberfläche und dringen nicht in die Haut ein, somit wird der Körper nicht mit schädlichen Stoffen belastet.
Gute Sonnenschutzprodukte sollten außerdem wasser- und schweißfest sein. Bei herkömmlichen Sonnenschutzmitteln wird das durch den kostengünstigen Zusatz von wasserabstoßenden Silikonölen erreicht. Natürliche Sonnenprodukte sind dagegen Wasser-in-Öl-Emulsionen, sprich wenig Wasser in viel hochwertigen ölhaltigen Substanzen wie Sesamöl, Avocadoöl oder Sheabutter, die sich nicht so leicht abwaschen lassen.
Informieren Sie sich unter: "www.natur-statt-chemie.de"