Stevia – der natürliche Süßstoff der Zukunft?
Die Stevia-Pflanze, bei uns auch als Honigblatt oder Süßkraut bekannt, wird schon seit langer Zeit als natürlicher Süßstoff benutzt. Die Süße steckt in den Blättern, diese werden geerntet und dann in getrockneter Form zum Beispiel in Tees oder auch in Pulver-Form, vergleichbar mit Zucker, zum süßen von Speisen verwendet.
Obwohl die aus Südamerika stammende Pflanze in China, Japan und auch Brasilien bereits seit vielen Jahrzehnten zum süßen von Lebensmitteln genutzt wird, ist sie in der EU zur Zeit als Lebensmittel noch nicht zugelassen. Nach umfangreichen Untersuchungen wurde in der Schweiz testweise eine kleine Auswahl an Lebensmitteln mit dem natürlichen Süßstoff in den Verkauf gebracht. Im Vergleich zu dem uns bekannten Zuckerlieferant, der Zuckerrübe, sind die Blätter der Stevia ungefähr 30-fach so süß und haben deutlich weniger Kalorien. Im Vergleich hat Zucker etwa das 300-fache an Kalorien. Sie kann von Diabetikern verwendet werden und auch bei Neurodermitis und Zuckerunverträglichkeit ist sie ein guter Ersatz für den herkömmlichen Zucker. Sie ist frei von Chemie und auch den Zähnen schadet sie nicht.
Gegenüber anderen Süßstoffen wie zum Beispiel Aspartam hat sie einen Vorteile, sie hält hohe Temperaturen aus, bis zu 200°. So ist sie beim Backen oder Kochen einsetzbar, wenn auch nicht alle Rezepte mit diesem Süßstoff funktionieren und die Dosierung sich etwas schwierig gestaltet. Zu viel des guten kann die Speise bitter und somit ungenießbar machen. Dennoch ist Stevia eine interessante Alternative zu den aktuell verfügbaren Zucker-Ersatzstoffen und sollte tatsächliche durch die EU eine Zulassung als Lebensmittel erfolgen, einen Eigenversuch wert.
