Telefonverkauf und Telefonmarketing
"Stellenangebote Telefonmarketing" ist die thematische Überschrift im Bereich der Stellenanzeige, die in der bundesdeutschen Arbeitswelt immer wichtiger wird. Es gibt kaum ein Produkt, was sich nicht für diesen Weg des Verkaufs eignet, es gibt kaum ein Verbraucher, der noch nicht angerufen wurde.
Die Branche ist nicht beliebt, allenfalls ist die Meinung der Bevölkerung über diese geschäftlichen Kontakte geteilt. Der Telefonverkauf ist für Unternehmen eine Möglichkeit, Verbraucher auch ohne Bedarf und ohne Interesse mit einem Produkt zu kontaktieren. Diese Information, die den Verbraucher unaufgefordert erreicht, wird sowohl als als Bereicherung, aber auch als schlicht „zu aufdringlich“ empfunden. Der Gesetzgeber hat telefonische Kontakte mit Verbrauchern durch Unternehmen zum Zwecke des Verkaufs als „Kalte Akquise“ verboten.
Die Folge ist, dass der erste Anruf als „Umfrage“ für Statistische Zwecke getarnt wird, um den zweiten zweckerreichenden Anruf zu legitimieren. Fraglich ist also auch immer der Wahrheitsgehalt von am Telefon gemachten Aussagen zum Angebot und zu Qualitätsmerkmalen.
Geschäftspraktiken von durch Provision bezahlten und sehr stark vom Verkaufserfolg abhängigen Verkäufern am Telefon sind eben nicht immer mit den Vorgaben der gesetzlichen Regelungen in Einklang zu bringen. Die sehr schwierige Beweisführung hinsichtlich der vor Gericht auszutragender Meinungsverschiedenheiten begünstigt unlauteres Verhalten, schriftliche Angebote und Verträge erhöhen die Sicherheit.
Doch bei aller Kritik, Telefonmarketing wirkt sich für die Verbraucher eben auch vorteilhaft aus. Insbesondere dann, wenn er klaren Verstandes ist und nüchtern abwägt, ob er einen Bedarf an dem Angebotenen hat und ob der Peis in einer vernünftigen Relation zu Qualität und Beschaffenheit des Produktes steht.
