Thermogenese und Abnehmen
Im Zusammenhang mit Diätprodukten und Gewichtsreduktion ist immer häufiger von Thermogenese die Rede: Nach der Nahrungsaufnahme verbraucht der menschliche Organismus Energie für Verdauungsprozesse, aber auch für den Transport und den Ab- bzw. Umbau der zugeführten Nährstoffe im Körper. Dieses Phänomen wird als nahrungsinduzierte oder als postprandiale Thermogenese bezeichnet. Der sich daraus ergebende Energieaufwand hat eine Steigerung des Gesamtumsatzes zur Folge.
Messbar ist die Steigerung des Energieverbrauchs durch erhöhte Wärmeabgabe und erhöhte Körpertemperatur. Die Nährstoffe haben eine unterschiedlich lange und starke Wirkung auf die Wärmeproduktion des Organismus. Anders als bei Fetten und Kohlehydraten wird bei der Aufnahme von Proteinen deutlich mehr Energie in Wärme umgewandelt. Jedoch ist zu beachten, dass die Thermogenese nur einen geringen Prozentsatz des Gesamtenergieumsatzes ausmacht. Es hat also wenig Sinn, die Ernährung auf Proteine umzustellen, selbst wenn durch diese Nährstoffe dem Körper weniger Kalorien zugeführt werden als dies bei anderen Nährstoffen der Fall ist. Denn gesunde Ernährung bedeutet immer eine ausreichende und ausgewogene Zufuhr sämtlicher lebensnotwendiger Nährstoffe.
Einen positiven Einfluss auf die Thermogenese hat jedoch Leitungswasser, wie in Studien bewiesen werden konnte. Durch den Genuss von Trinkwasser kam es sogar bei Übergewichtigen zu einem erhöhten Energieumsatz. Wasser enthält keine Kalorien, kann aber den Kalorienverbrauch steigern. Pro halben Liter Trinkwasser wurden bei Übergewichtigen zehn bis dreißig Kilokalorien zusätzlich umgesetzt. Somit kann Trinken von Wasser das Abnehmen durchaus unterstützen.