Trakehner: Edle Warmblüter mit bewegter Geschichte

Zu den edelsten und schönsten Warmblutpferden Europas gehört der Trakehner. Er ist leichter als andere Großpferde gebaut und besitzt einen ausdrucksvollen Kopf mit intelligenten, wachen Augen. Trakehner sind zwar kräftiger als Vollblüter, ähneln diesen aber sehr. Ursache dafür ist, dass in ihren Adern das Blut von Arabern und Englischen Vollblütern fließt.

Die Geschichte dieses Rassepferdes reicht zurück bis ins dreizehnte Jahrhundert, als der Deutsche Ritterorden in Ostpreußen Pferde für das Militär zu züchten begann. Genetisch lückenlos lässt sich die Trakehner-Zucht bis zum Jahr 1732 zurückführen, als in Trakehnen (Ostpreußen) auf königliches Geheiß das weltbekannte Trakehner Gestüt gegründet wurde. Die Pferde zeichneten sich von jeher durch hohe Intelligenz, Ausdauer, Härte und Arbeitswillen aus, sie wurden vorwiegend für das Militär gezüchtet. Doch auch im Spitzensport erreichten Trakehner außergewöhnliche Leistungen. Die Pferde gewannen Derbys und erzielten Goldmedaillen bei Olympischen Spielen.

Auf der Flucht vor der Roten Armee zum Ende des Zweiten Weltkriegs machten sich die Besitzer mit ihren kostbaren Pferden auf den Weg gen Westen. Die Trecks legten nahezu eintausendfünfhundert Kilometer zurück, viele Pferde starben dabei. Mit nur eintausendzweihundert Tieren wurde die Zucht in Westdeutschland wieder aufgebaut. Heute ist der Trakehner ein temperamentvolles und elegantes Sportpferd und kann für sich viele Erfolge in der Dressur, auch beim Springreiten und vor allem in der Vielseitigkeit verbuchen.


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