Traumdeutung: psychologische Traumsymbole und esoterische Deutung
Bekannt geworden in neuerer geschichtlicher Zeit vor allem durch die Psychoanalyse bzw. Tiefenpsychologie hat Traumdeutung durchaus einen wissenschaftlich anerkannten und festen Platz im Bereich der Psychologie. Es ist weitgehend anerkannt, dass Träume und deren Traumsymbole als Äußerungen der Seele bzw. Psyche eine zu beachtende Bedeutung haben. Dass Träume lebensnotwendig zur Aufrechterhaltung einer gesunden Psyche sind, ist ohnehin unbestritten und wurde durch Tests nachgewiesen. Dieser Platz innerhalb der Psychologie bzw. Psychotherapie mag nicht sehr groß sein, denn es gibt natürlich viele andere Therapieverfahren, doch kann die Beschäftigung mit Träumen im Wege der Traumdeutung recht wirksam und lohnend sein.
Der Traum bzw. Schlaf hat neben der Deutung und Entschlüsselung der Traumsymbole noch einen weiteren Aspekt, den viele als esoterisch bezeichnen würden. Im Vergleich zur üblichen Traumdeutung klingt dieser Aspekt für manche möglicherweise etwas obskur: Im Schlaf verlässt die Seele den Körper und begibt sich in Bereiche, die am bekanntesten unter dem Begriff Astraldimension sind. Verstorbene gehen nach ihrem Ableben ebenfalls dorthin. Es handelt sich um Realitätsebenen, die genauso gültig sind wie die irdische, auf der wir uns momentan bewegen, nur dass sie eben nicht materiell-körperlich sind. Es ist daher z.B. möglich, verstorbene Angehörige dort ganz "real" zu treffen und das geschieht auch häufig, allerdings erinnern wir uns nicht daran (oft eine Schutzfunktion).
Ggf. erinnern wir uns aber doch daran, nämlich in Gestalt eines Traumes, der die realen Erlebnisse mehr oder weniger symbolisch verzerrt wiedergibt. Die symbolischen Elemente lassen ggf. eine normale Traumdeutung dieser Traumsymbole als angebracht vermuten, doch trifft dies nicht zu. Woher kommt diese symbolische Verzerrung? Die eigene Psyche ist das Tor, durch das wir Erfahrungen und Erlebnisse solcher Art wahrnehmen. Dieses Tor ist jedoch eines, das die Funktion eines durchaus subjektiv geprägten Wächters bzw. Türstehers hat, d.h. es kommt nicht alles durch bzw. nicht so, wie es eigentlich objektiv wahrgenommen hätte werden sollen. Mit einfachen Worten: Wie jede Wahrnehmung ist auch diese Form der Wahrnehmung keine wirklich objektiv wahrheitsgemäße, sondern geht durch den Filter unserer persönlichen Erfahrungen und Einstellungen. Jeder kennt das Beispiel vom halb leeren oder halb vollen Glas, je nach dem, wie man selbst gestrickt ist, sieht man es eben so oder so.
