Vliestapeten richtig anbringen
Vliestapeten bringen beim Tapezieren echte Vorteile: Sie müssen nicht eingekleistert und eingeweicht werden und auch der Tapeziertisch hat ausgedient. Zum Anbringen innovativer Vliestapeten wird nämlich einfach die Wand mit Kleister versehen.
Vorher sollte der Untergrund aber von alten Tapetenresten befreit werden und sauber, trocken sowie saugfähig gemacht werden. Außerdem muss die Senkrechte an der Wand markiert werden, damit die Tapeten nicht schief geklebt werden. Weil Vliestapeten schwerer als herkömmliche Papiertapeten sind, benötigt der Heimwerker klebestarken Kleister. Es gibt im Handel sogar Vliestapeten-Spezialkleister, der verwendet werden kann. Das Klebematerial wird mit einer Rolle oder Bürste auf die Wand gebracht. Beim Kleistern nicht die Ecken und Kanten vergessen!
Die erste Bahn wird entlang der vor dem Einkleistern markierten Senkrechten an der Decke angesetzt und einfach abgerollt. Von der Mitte zu den Rändern erfolgt anschließend das Andrücken der Vliesfasertapete, zum Beispiel mit einer Bürste oder einer Gummirolle. Überstände werden mit einem Tapetenmesser abgeschnitten. Wichtig beim Tapezieren ist, darauf zu achten, dass die Bahnen Naht an Naht geklebt werden.
Auch Decken lassen sich mit Vliestapeten versehen. Allerdings ist das Tapezieren von Decken immer etwas problematisch und sollte daher von zwei Personen ausgeführt werden. Während einer die Bahn an die eingekleisterte Zimmerdecke klebt, muss der andere den restlichen Teil der Tapetenbahn hoch halten, zum Beispiel mit einem Besen. Auch hier werden die Überstände mittels Cuttermesser abgeschnitten. Wer nach dem Tapezieren die Tapete streichen möchte, muss damit so lange warten, bis der Kleister getrocknet ist.