Wärmetauscher
Der Wärmetauscher ist ein Gerät, das Wärme von einem Primärkreislauf (Gas- oder Ölkessel, wassergeführter Kaminofen, Wärmepumpe) auf einen Sekundärkreislauf überträgt. Einfach ausgedrückt wird die Wärme zwischen zwei in sich geschlossenen Kreisläufen ausgetauscht. Einige Wärmetauscher funktionieren auch mit Abluft. Die Technologie wird beispielsweise eingesetzt, um das Wasser einer Heizungsanlage, Brauchwasser für Dusche und WC oder ein Schwimmbecken zu beheizen.
Der Wärmeüberträger eines Wärmetauschers besteht üblicherweise aus Metall, aber auch aus Glas, Kunststoff oder keramischem Material wie Siliziumkarbid. Aufgrund der guten Wärmeleitfähigkeit wird am häufigsten Kupfer und Aluminium eingesetzt. Industrielle Anlagen fertigt man wegen der hohen Belastungsansprüche an das Material meist aus Edelstahl.
Vom Aufbau eines Wärmetauschers her werden Plattenwärmeüberträger, Rohrwärmeüberträger und Spiralwärmeüberträger voneinander unterschieden: Ein Plattenwärmeüberträger besteht aus zahlreichen parallel zueinander verlaufenden Platten. Die Zwischenräume sind abwechselnd mit dem Überträgermedium des einen und anderen Kreislaufs gefüllt, so dass die Wärme zwischen beiden sich austauschen kann. Spiralwärmeüberträger funktionieren nach dem gleichen Prinzip, nur dass das hierfür verwendete Blech spiralförmig angeordnet ist. Bei einem Rohrwärmeüberträger befinden sich mehrere parallele Rohre, die mit dem Medium des einen Kreislaufs gefüllt sind in einem Kessel, wo sie von dem anderen Medium umgeben werden. Dieses Prinzip kennt man aus dem Haushalt vom Erhitzen in einem Wasserbad, wobei ebenfalls das eine Medium (Speise) in einem anderen (Wasser) erhitzt und die Wärme ausgetauscht wird.