Waldmeister vielseitig in der Küche verwenden

Der Waldmeister ist eine interessante Pflanze, die vorwiegend in den schattigen mittel- und nordeuropäischen Buchenwäldern heimisch ist. Sie bevorzugt Lehmböden und wächst gut im Schutz von Bäumen und Sträuchern. Waldmeister wird seit vielen Jahren von den Menschen verwertet. Geerntet werden die Pflanzen, bevor sie ihre weißen Blüten Ende April bzw. im Mai ausbilden.

Relativ häufig dient der Waldmeister zur Verfeinerung von Maibowlen. Nur wenn die Pflanzen anwelken, entfalten sie den für sie typischen würzigen Duft. Es ist aber auch möglich, die nur circa fünfzehn bis maximal dreißig Zentimeter hohen Pflänzchen im Tiefkühlschrank für einige Minuten über zu frieren, um sie küchenfertig zu machen. Auch nach dem kurzen Einfrieren entfalten sie ihr besonderes Aroma.

Wer eine Waldmeisterbowle zubereiten möchte, sollte beachten, dass die Pflanzen im Weißwein nur eine Viertelstunde bis maximal eine halbe Stunde lang ziehen sollten, sonst ist der Geschmack zu intensiv und der Genuss der Bowle kann zu leichten Schlafstörungen führen. Vor allem bei Waldmeisterbowle gilt: nur in Maßen genießen. Die Pflanzen enthalten nämlich Cumarin, das in höheren Dosen verantwortlich für Kopfschmerzen sein kann. Cumarin in schwacher Dosis hat die gegenteilige Wirkung und kann Kopfschmerzen lindern. Früher war Waldmeister als Arzneipflanze in der Volksmedizin sehr begehrt, auch heute wird er noch in der Homöopathie eingesetzt. Ihm werden krampflösende, entzündungshemmende und gefäßerweiternde Wirkungen zugeschrieben.

Waldmeister lässt sich in der Küche bei der Zubereitung von Desserts, zum Beispiel Götterspeisen, Sorbets oder Eis, zum Marinieren von Fleisch oder für die Herstellung von Aperitifs verwenden.


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