Wangentreppen – modern, zeitlos und doch stabil

Treppen, welche auf beiden Stufenseiten durch eine Art Holm, in der Fachsprache auch Wange genannt, getragen werden, bezeichnet man als Wangentreppen. In diese Wangen werden bei Holztreppen die Stufen seitlich eingelassen (eingestemmt), oder auf die Wange aufgelegt (aufgesattelt). Hier unterscheidet man zwischen eingestemmten und aufgesattelten Treppen.

Die Wangen bilden somit das Tragwerk der Treppe und zeichnen sich durch eine hohe Stabilität und ein geringes Schwingverhalten aus. Dadurch können diese Treppen praktisch frei im Raum stehen oder an nur wenigen Befestigungspunkten mit der Wand verbunden werden. Die wenigen Befestigungspunkte mit dem Baukörper wirken sich auch günstig auf den immer wichtiger werdenden Schallschutz der Treppen aus. Wangentreppen überbrücken problemlos Aussparungen in den Wänden, so dass auch bei großen Fensterflächen oder sogar „fehlenden“ Wänden (offene Bauweise) ein sicheres Begehen der Treppe gewährleistet ist.

Da bei Wangentreppen das Geländer nicht für die Stabilisierung der Treppe benötigt wird, können leichte und filigrane Geländervarianten gewählt werden. Hier sind gestalterisch fast keine Grenzen gesetzt.

Wangentreppen können auch zwischen den Stufen sowie den seitlichen Wangen durch so genannte Setzstufen geschlossen werden. Hier spricht man von einer „geschlossenen“ Treppe. Unter diesen Treppen können Wände erstellt und Türen eingebaut werden, um zum Beispiel einen zusätzlichen Stauraum oder einen geschlossenen Kellerabgang zu nicht beheizten Kellerräumen zu erhalten.

Einen zusätzlichen Vorteil bilden die seitlichen Wangen, welche einen sauberen Abschluss zu angrenzenden Wänden bildet und eine Art „Sockelleiste“ darstellt. Beim Reinigen bzw. Wischen der Treppe stellt die Wange einen Schutz gegen verschmutzen oder verkratzen der Wand dar. Die Hausfrau/der Hausmann wird sich freuen.


Dieser Fachartikel passt thematisch zu http://www.saegezahn.com/treppen.php.
34 queries in 1,561 seconds
nach oben