Warmblutpferde beherrschen den Turniersport national und international
Das Warmblut ist keine spezielle Pferderasse für sich, sondern vereint verschiedene Merkmale von Kaltblut und Halb- sowie Vollblütern. Mehr als einhundert verschiedene Warmblutrassen gibt es, bekannte deutsche Vertreter sind beispielsweise der Hannoveraner, der Holsteiner und der Oldenburger als schwerstes deutsches Warmblut.
Die Großpferde wurden früher überwiegend in der Landwirtschaft und als Kutsch- sowie Reitpferde eingesetzt. Durch spätere Einkreuzung von Vollblütern wurden die Pferde veredelt und zunehmend auch für den Sport interessant. Moderne Warmblüter sind heute aus dem Hochleistungssport nicht mehr wegzudenken. In verschiedenen Disziplinen brillieren sie im Turniergeschehen. Je nach Veranlagung und Körperbau eignen sie sich als Spring- und/oder Dressurpferde.
Vor allem Hannoveraner werden hierzulande als Turnierpferde genutzt. Sie gewinnen häufig Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitsturniere. Die ausgeglichenen, verlässlichen und leistungsbereiten Pferde finden auch international viel Anerkennung. Viel Ähnlichkeit mit dem Hannoveraner hat das Mecklenburger Warmblut, das durch ein angenehmes Wesen, Mut und Leistungsbereitschaft überzeugt. Der Mecklenburger ist ein vielseitig einsetzbares Reitpferd und eignet sich bestens für den Springsport. Zu DDR-Zeiten gingen die Pferde in einer neuen Zuchtrichtung, die als Edles Warmblut der DDR bezeichnet wurde, auf. Inzwischen ist die Bezeichnung Mecklenburger Warmblut wieder gebräuchlich. Im Vergleich zum Hannoveraner wirkt der Mecklenburger kompakter und ist mit einem Stockmaß von 1,50 bis 1,70 m meist auch etwas kleiner. Für die Rasse sprechen insbesondere der gute Knochenbau und die guten Beine. Die Bewegungsabläufe in allen Gangarten sind harmonisch und schwungvoll.