Was ist bei einer Wohngebäudeversicherung zu beachten?
Beim Abschluss einer Versicherung interessiert sich der Versicherungsnehmer in erster Linie für die Dinge, die durch die Versicherung abgesichert werden. Nicht außer Acht lassen sollte man jedoch nicht die Gegenstände, die beispielsweise nicht durch eine Wohngebäudeversicherung im Schadensfalle als abgedeckt gelten. So werden weder bewegliche Möbel oder Wertsachen versichert, da diese separat über eine eigene Hausratversicherung versichert werden müssen. Ebenso nicht mitversichert sind Dinge, die ein Mieter selber, wie beispielsweise eine Einbauküche, eingebaut hat. Hierfür trägt der Mieter selber über eine eigene Hausratversicherung die Verantwortung. Zäune und Gartenlaternen gehören ebenfalls zu den Grundstücksbestandteilen, die nicht über eine Wohngebäudeversicherung abgesichert sind.
Auch Gebäudezubehör, das zum Beispiel gewerblichen Zwecken dient, wie Leuchtreklame, und Dinge, die nicht im Gebäude untergebracht werden können wie Heizöl in einem Tank, sind nicht automatisch mitversichert. Hier lohnt sich ein Versicherungsvergleich, der abklären kann, inwieweit solche Dinge mitversichert oder über eine separate Versicherung abgedeckt werden können. Selbstverständlich kann eine Wohngebäudeversicherung auch nicht Schäden ausgleichen, die durch grobe Fahrlässigkeit oder durch Vorsatz entstanden sind.
Mit Leistungseinschränkungen muss der Versicherungsnehmer auch rechnen, wenn Schäden durch unsachgemäße Handhabung entstanden sind. Dazu zählt unter anderem auch der Umgang mit Feuer und explosiven Stoffen. Zu beachten ist auch, dass Schäden, die durch Stürme entstanden sind, die unter der Windstärke acht liegen, nicht entschädigt werden. Mit Leistungseinschränkungen ist auch zu rechnen, wenn Schäden durch Hagel, Schnee oder Schmutz entstehen, die aufgrund undichter oder unverschlossener Fenster entstanden sind.
Eine Wohngebäudeversicherung kann, trotz gleichem Leistungsumfang, je nach Anbieter, stark variieren und es lohnt sich in jedem Falle für den Versicherungsnehmer, Versicherungsvergleiche anzustellen.
In aller Regel richtet sich die Beitragshöhe einer solchen Versicherung nach Faktoren wie der Bauweise eines Hauses, der verwendeten Materialien und der Anzahl der versicherten Risiken. So ist zum Beispiel die Absicherung eines Fachwerkhauses ungleich teurer als bei einem Massiv- oder Fertighaus. Auch spielt die Art der Nutzung des Gebäudes bei der Versicherung eine große Rolle. Zum Beispiel ist ein Gebäude mit einer gewerblichen Nutzung gegenüber der Nutzung zu reinen Wohnzwecken teurer versichert.