Zecken: Kleine, aber gefährliche Blutsauger
Mit dem Beginn des Frühjahr haben auch wieder kleine, Blut saugende Parasiten Hochkonjunktur: die Zecken. Zecken gehören zu den Milben und somit zur Klasse der Spinnentiere. Ausgewachsene Zecken besitzen acht Beine, während ihre Larven nur sechs Beine haben. Im Winter haben Spaziergänger vor Zecken nichts zu befürchten, denn die Tiere mögen ein relativ warmes Klima in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit.
Vor allem in den Monaten März bis Oktober treiben die Spinnentierchen daher bevorzugt ihr Unwesen. Sie halten sich vorwiegend auf Waldlichtungen und an Wald- und Wegrändern auf, gerne auch an Bächen. Überall dort, wo es hoch wachsende Gräser und Unterwuchs gibt, ist mit Zecken zu rechnen. Jogger und Wanderer sind dem Risiko, von Zecken gestochen zu werden, besonders stark ausgesetzt. Ein Zeckenbiss ist zwar nicht sonderlich schmerzhaft, darf aber dennoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Denn Zecken sind Überträger gefährlicher Krankheiten wie der Lyme-Borreliose und der Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, die zur Hirnhaut- bzw. Gehirn-Entzündung führen kann.
Die Zecke ernährt sich vom Blut ihres Wirts und gibt mit ihrem Speichel die Krankheitserreger an den Wirt ab. Neben den beiden genannten Krankheiten übertragen Zecken noch mehr als fünfzig weitere Krankheiten. Um sich vor den Angriffen der Parasiten zu schützen, ist es ratsam bei Spaziergängen oder beim Laufen angemessene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen zu tragen. Die Socken sollten dabei über die Hosenbeine gezogen werden. Nach jedem Aufenthalt im Freien muss man den Körper gründlich nach Zecken und Einstichstellen untersuchen.